Blick auf Bad Fredeburg im Sauerland

Die Buchhagenkapelle in Bad Fredeburg

Di Buchhagenkapelle in Bad Fredeburg im Sauerland

Entstanden ist die kleine Kapelle im Wald etwa 1822 bis 1830; verschiedene Geschichten ranken sich um Ihre Entstehung. In der Buchhagenkapelle steht das Gnadenbild einer Piesta, das zwar nicht von der künstlerischen Begabung des Schnitzers, aber von seiner frommen Seele" Zeugnis gibt. Am Fuß der Kapelle quillt immer sehr kaltes Wasser aus einer Quelle, dem man heilende Wirkungen nachsagt. Außerdem ist um die kleine Kapelle inzwischen ein Naturschutzgebiet ausgewiesen.



Die Wasserquelle

Aus dieser Quelle sprudelt seit jeher sehr kaltes Wasser. Schon bald nach Entdeckung der Quelle, stellte sich heraus, dass ihr Wasser Substanzen enthält, die bei einigen Augenkrankheiten Linderungen brachten. Seitdem diesem Wasser eine besondere Wirkung nachgesagt wird, pilgern insbesondere besucher mit Augenleiden zur Buchhagenkapelle und befeuchten ihre Augen mit dem Quellwasser.
Eine Analyse vor einigen Jahren ergab, dass das Wasser Spuren von Radon enthält. Hierbei handelt es sich um ein bei Zerfall des Radiums entstehendes Element in Form von Edelgas 12,4 M Einheiten.
Mittlerweile hat sich das erstaunliche Quellwasser bei zahlreichen Besuchern herumgesprochen. Es gibt einige Urlaubsgäste, die regelmäßig ihren Aufenthalt in Bad Fredeburg nutzen, um ihre Augen mit dem Quellwasser zu beträufeln. Nicht selten haben sich Verbesserungen der Augenleiden eingestellt, wie einige Besucher voller Freude in der Tourist - Information berichten.

Die Sage

Im Jahr 1780 soll es gewesen sein, als drei Jungen aus Bad Fredeburg im Buchhagen spielten. Plötzlich sah einer von ihnen einen Geistlichen in einiger Entfernung auf- und abgehen. Die Jungen näherten sich ihm, der mit seinen Händen aufgeregt gestikulierte und leise, undeutliche Worte von sich gab. Als die Jungen schließlich so nahe kamen, dass sie ihn fast verstehen konnten, löste sich seine Gestalt ins Nichts auf.
Völlig erschrocken rannten sie den steilen Berg hinunter und erzählten von ihrem Erlebnis. Da es bereits dämmerte, mussten die Nachforschungen der Erwachsenen auf den nächsten Morgen verschoben werden. In der folgenden Nacht tobte zwischen den Bergen ein furchterregendes Gewitter. Trotz des auf die Menschen nun unheimlich wirkenden Waldes machten sich dennoch einige mutige Männer auf den Weg zum Buchhagenwald. In der Nähe der Stelle, wo der Geistliche den Kindern erschienen war, sahen sie eine vom Blitz gespaltene Eiche, die von der Spitze bis zur Wurzel auseinanderklaffte und in ihrer Baumspalte ein geschnitztes Bildwerk der Muttergottes zeigte. Schnell eilte auch der Pfarrer herbei, der die kleine Statue vom Baum herab nahm und sie gemeinsam mit der Gemeinde in einer feierliche Prozession in die alte Fredeburger Stadtkapelle brachte. Über Nacht verschwand sie jedoch wieder und nach langer Suche fand man sie an ihrem alten Platz in der gespaltenen Eiche wieder. Noch zweimal wurde die Statue in die Stadtkapelle gebracht, doch trotz Verschluss und Bewachung war sie am nächsten Morgen wieder in der alten Eiche. Von nun an ließ man die 30 Zentimeter große Holzfigur an ihrem Platz. Dem Gnadenbild zu Ehren wurde somit in der Zeit zwischen 1820 und 1830 aus den Balken und Pfosten des am Rießhügel abgebrochenen Glockenstuhls eine kleine Kapelle errichtet.
Zu der Kapelle führten ab 1821 sieben Fußfälle, die 1858 durch vierzehn Kreuzwegstationen ersetzt wurden.

Fachwerk im Sauerland

Informationen zur Stadtgeschichte:

Erbauung von Fredeburg in den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts von dem Edelherrn Dietrich III. von Bilstein.

1353: Nachweis einer städtischen Verfassung (Graf Gottfried von Arnsberg nennt die Siedlung „Vredeburg“ eine Stadt).

1414 + 1423: Adolf VI von der Mark bestätigt die alten Stadtrechte und Freiheiten. Das Datum der ursprünglichen Stadtrechtsverleihung ist unbekannt.

1420, 1550, 1575, 1884, 1810 wurde die Stadt teilweise durch Feuerbrünste zerstört.

Im 17. Jahrhundert kam es im Amt Fredeburg und in Fredeburg zu zahlreichen Hexenprozessen. In der Nähe der Femelinde des Ortes steht eine im 18. Jahrhundert erbaute Kapelle. Dieses „Hexenkapelle“ genannte Gebäude soll an der Stelle stehen, an der die zum Tode verurteilten Hexen unmittelbar vor ihrer Hinrichtung Trost und Stärke erfleht haben. Die Kapelle wurde 2005/2006 renoviert.

Die neue Großgemeinde
Stadt Schmallenberg - Bad Fredeburg

1974: Staatlich anerkannter Kneippkurort
1975: Bei der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und wurde ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg

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