Blijdensteinhaus Fredeburg im Sauerland

Die Geschichte Bad Fredeburgs

Kurpark in Bad Fredeburg im Sauerland

Die Stadt Fredeburg blickt auf eine fast 650-jährige Geschichte zurück. Nach dem ältesten überlieferten Stadtprivileg von 1414 hat der Edelherr Dietrich III. von Bilstein (gestorben 1335) der Stadt Fredeburg ihre ersten Rechte verliehen. In den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts baute er die Vredeburg, die entsprechend der Namensgebung Frieden im Lande bewahren sollte. Mit dem Bau der Burg war auch gleichzeitig die Gründung der Stadt vor den Burgtoren verbunden. In der Soester Fehde gelang es 1444 dem Erzbischof Dietrich von Moers, Fredeburg einzunehmen und es dem Herzogtum Westfalen einzugliedern. 1562 ging die Vredeburg als Lehen in den Besitz der Herren von Bruch, die im Jahr 1709 die Burg an die Stadt Fredeburg verkauften. Zu dieser Zeit war nur noch ein Turm der Burg bewohnbar.

Bei einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1810 wurde die ganze Altstadt vernichtet und erforderte einen Aufbau neuer Häuser in der Oberstadt (heutige Hochstraße).

In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurde die Stadt erneut fast vollkommen zerstört, und in mühevoller Aufbauarbeit entstand in seinen Grundzügen das heutige Stadtbild.

Von der alten Fredeburg ist heute nicht mehr viel zu sehen. Das Einzige, was noch von der einstigen Existenz der Burg zeugt, sind Mauerreste der Burgringmauer, die an zahlreichen Stellen des Burgberges noch vorhanden sind. Der sichtbare Mauerrest des östlichen Burgturmes ist heute eine Hauswand.

Wie im Stadtwappen zu sehen, hatte die Fredeburg 3 Türme und 3 Tore. Die heutige Straßenbezeichnung "Am Wiesentor" weist noch auf eines dieser Tore hin.      

Mit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 verlor die Stadt Fredeburg ihre Selbständigkeit und wurde Stadtteil der Großgemeinde Stadt Schmallenberg. Seit 1995 ist Bad Fredeburg Kneippheilbad und damit das einzige seiner Klasse im ganzen Sauerland.
 

Mehr zur Geschichte Bad Fredeburgs von Professor Dr. Albert Hömberg als Download.

Fachwerk im Sauerland

Informationen zur Stadtgeschichte:

Erbauung von Fredeburg in den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts von dem Edelherrn Dietrich III. von Bilstein.

1353: Nachweis einer städtischen Verfassung (Graf Gottfried von Arnsberg nennt die Siedlung „Vredeburg“ eine Stadt).

1414 + 1423: Adolf VI von der Mark bestätigt die alten Stadtrechte und Freiheiten. Das Datum der ursprünglichen Stadtrechtsverleihung ist unbekannt.

1420, 1550, 1575, 1884, 1810 wurde die Stadt teilweise durch Feuerbrünste zerstört.

Im 17. Jahrhundert kam es im Amt Fredeburg und in Fredeburg zu zahlreichen Hexenprozessen. In der Nähe der Femelinde des Ortes steht eine im 18. Jahrhundert erbaute Kapelle. Dieses „Hexenkapelle“ genannte Gebäude soll an der Stelle stehen, an der die zum Tode verurteilten Hexen unmittelbar vor ihrer Hinrichtung Trost und Stärke erfleht haben. Die Kapelle wurde 2005/2006 renoviert.

Die neue Großgemeinde
Stadt Schmallenberg - Bad Fredeburg

1974: Staatlich anerkannter Kneippkurort
1975: Bei der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und wurde ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg

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